Einen Schwerpunkt bilden die archäologisch überlieferten Kulturen in der Wetterau von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter, wobei die Epochen der Kelten und der Römer besonderen Raum einnehmen. Schlaglichter auf die Geschichte von Burg und Stadt Friedberg werden mit ausgewählten Exponaten in der stadtgeschichtlichen Abteilung geworfen. Weitere Ausstellungen zeigen die ländliche Arbeitswelt in der Wetterau von 1800 bis 1950 sowie einen Friedberger Kolonialwarenladen. Sonderausstellungen und Angebote für Kinder bilden weitere Schwerpunkte der Museumsarbeit.
Das Sammeln originaler Zeugnisse gehört neben dem Bewahren, dem Erforschen sowie dem Ausstellen und Vermitteln zu den Kernaufgaben eines Museums. Begonnen wurde die Sammeltätigkeit 1896 vom damals gegründeten Friedberger Geschichtsverein. Anlass waren unter anderem römische Ausgrabungen in Friedberg. 1936 gingen die Sammlungen in das Eigentum der Stadt Friedberg über.
Seit 1901 versteht sich das Haus als „historisches Museum der Stadt und der Wetterau“. Entsprechend umfassen die Sammlungen Zeugnisse aus Vorgeschichte, Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit ebenso wie aus der Geschichte der Wetterau. Beide Bereiche werden bis heute ergänzt und ausgebaut und umfassen teils sehr hochkarätige Bestände.