Der Friedberger Burgberg war in seiner 2.000-jährigen Geschichte Heimat von Römern, Rittern und Großherzögen – und präsentiert sich heute als eine der größten Burganlagen im deutschen Sprachraum. Um 1170 vom Stauferkönig Friedrich I. Barbarossa als eigenständige Reichsburg gegründet, erstreckt sich die Anlage über 39.000 Quadratmeter und lädt zu einem regelrechten Streifzug durch die Epochen ein.
Historisches Friedberg
Burg Friedberg & Adolfsturm
Ein Streifzug durch 2.000 Jahre Geschichte auf 39.000 Quadratmetern.
Über Burg & Adolfsturm
Eindrücke
Geschichte erleben
Geschichte
Von den Römern bis zu den Großherzögen
Die römische Badeanlage
Der Rundgang durch die Burganlage beginnt schon in der Antike: Die römische Badeanlage auf dem Burgberg zählt zu den am besten erhaltenen römischen Ruinen in ganz Hessen. Es folgen die prägenden Bauten des späten Mittelalters sowie die 1808 eingeweihte Burgkirche – Zeugnis einer der wenigen frühklassizistischen Kirchen Deutschlands.
Die wechselvolle Geschichte der Burg lässt sich bis in die Gegenwart weiterverfolgen: Im ehemaligen Burggrafiat, das später als Schloss und Gästehaus der Großherzöge von Hessen-Darmstadt diente, residiert heute die Finanzbehörde. In einem Teil der mittelalterlichen Gebäude bereiten sich junge Menschen auf ihr Abitur vor – Geschichte und Gegenwart liegen hier buchstäblich Tür an Tür.
Der Adolfsturm – 58 Meter Geschichte zum Anfassen
Das unumstrittene Wahrzeichen der Burg ist der Adolfsturm, der die Landschaft weithin überragende Bergfried – von weit her gut sichtbar und bei Dunkelheit in warmen Goldtönen angestrahlt. Der in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaute Turm ist heute das älteste noch erhaltene Bauwerk aus dem Spätmittelalter und mit insgesamt 58 Metern Höhe einer der größten Bergfriede Deutschlands.
Woher der Name stammt? Der Überlieferung nach hatte Graf Adolf von Nassau Ärger mit den Friedberger Burgmannen. Der Konflikt endete 1347 in einer Fehde, bei der die Burgherren den Grafen gefangen nahmen – erst gegen ein Lösegeld kam er wieder frei. Von den unerwarteten Einnahmen bauten die Burgherren einen neuen Turm im Norden der Anlage: den heutigen Adolfsturm. Der Friedberger Geschichtsverein weist allerdings darauf hin, dass sich der Name urkundlich erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachweisen lässt. Wahr oder Legende – der Turm selbst ist jedenfalls echt beeindruckend.
Im Inneren erwartet Sie ein Kerker im Untergeschoss, während zwei Aussichtsplattformen weit über die Stadtgrenzen hinausblicken lassen. Bei klarer Fernsicht reicht der Rundblick über die Wetterau, den Taunus und den Vogelsberg bis in die Rhein-Main-Ebene mit der imposanten Frankfurter Skyline.
Eine ganz andere Perspektive auf den „Butterfassturm“ wagte 2011 der Friedberger Berufskletterer Jens Eisenkrämer: Seine spektakuläre Erstbesteigung des Friedberger Wahrzeichens hielt Filmemacher Christoph Oliver Strunck in der Dokumentation „Meine innere Stimme“ fest.
Der Burggarten – Ruhepol mitten im Trubel
Ein besonderes Highlight der Anlage ist der aufwendig neugestaltete Burggarten. Unmittelbar an die geschäftige Kaiserstraße angrenzend, lädt er auf kurzem Weg zur Besinnung und zum Rückzug vom Trubel der Innenstadt ein – ein grüner Kontrast zu den historischen Mauern ringsum.
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